Marl ist eine Große kreisangehörige Stadt im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Die ersten Siedlungen stammen aus der Zeit um 600 v. Chr. und wurden bei Ausgrabungen in einem Stadtteil gefunden. Marl wurde 890 erstmals urkundlich erwähnt. Für Wertermittlungen ist zu beachten, dass die Stadt kein historisches Zentrum besitzt. Marl entstand durch Zusammenwuchs ehemaliger Dörfer und einige alte Bauten sind in Stadtgebieten zu finden. Den Stadtteil Alt-Marl interessiert nicht nur Sachverständige für Immobilien. Hier findet man die Kirche St. Georg die im 11. Jahrhundert eine Eigenkirche war und im 13. Jahrhundert zur Pfarrkirche wurde. 1856 bis 1859 wurde sie erneuert, wobei die romanischen Grundmauern des Turms als Fundament erhalten blieben. In diesem Stadtteil findet man auch die Alte Windmühle, die 1850 in Betrieb genommen wurde. 1911 wurde ein Saugmotor in die Mühle eingebaut und so konnte sie auch bei Windstille betrieben werden. Mit aufwendigen Renovierungen konnte die Mühle vor dem Verfall gerettet werden. Sie ist auch ein Relikt der landwirtschaftlichen Stadtgeschichte, der Haupterwerbsquelle von Marl. Etwa 60% der Gesamtfläche von Marl sind Forstflächen, Felder, Park- und Grünanlagen oder Gewässer.1960 bis 1967 wurde das denkmalgeschützte Rathaus erbaut wo sich auch das Skulpturenmuseum befindet.

Einen Wendepunkt erlebte Marl 1875, wo in 514 Metern Tiefe Kohle gefunden wurde.Darauffolgende Bohrungen veranlasste die Gründung der Zechen. Erst wurde 1898 die Zeche Auguste Victoria gegründet und 1905 die Zeche Brassert. Diese wurde 1972 geschlossen. 1925 wurde nahe der Zeche Auguste Victoria ein Zink-, Blei- und Erzlager entdeckt und dieser Schacht wurde bis 1962 benutzt und danach stillgelegt. Der Förderturm vom Erzschacht dient heute als Industriedenkmal und dort befindet sich heute ein Bergbaumuseum.

Das Einkaufszentrum, Marler Stern, ist für Gutachten eine Herausforderung. Deren Luftkissendach ist das größte der Welt und steht im Guinness-Buch der Rekorde. Der Stadtkern wird durch den künstlich angelegten Weiher City-See vervollständigt. Damit nicht zu viele Hochhäuser im Umfeld des Stadtkerns gebaut werden, wurde ab 1966 das Konzept der Hügelhäuser entwickelt. Diese werden bei Gutachten und Wertermittlungen berücksichtigt. Kompakte Wohnungen, im Erdgeschoss mit Terrassen, mit Gartenhöfen wurden gebaut. Im Kern der Untergeschosses befinden sich PKW-Abstellplätze.

Einen hohen Bekanntheitsgrad erhält Marl durch das hier ansässige Grimme-Institut. Alljährlich verleiht das Institut den renommierten Grimme-Preis. Der bekannte Grimme-Preis ist ein Fernsehpreis für Fernsehsendungen in Deutschland. Der nach dem ersten Generaldirektor benannte Preis würdigt seit 1964 Produktionen und Fernsehleistungen. Neben diesem Preis vergibt das Institut auch noch den Grimme-Online-Award wie, zum Beispiel den Bereich der Neuen Medien. Die Laienjury besteht aus 16 bis 20 Kursteilnehmern der Volkshochschule. Diese diskutieren anschließend mit Autoren, Regisseuren, Kameraleuten und Fernsehverantwortlichen. Und das Urteil wird dann bei der Preisverleihung bekannt gegeben.